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„Schluchting“ oder sich ganz einfach vom Alltag abseilen!

Nachdem ich im Vorjahr das erste mal eine Canyoningtour mitgemacht hatte, stand für mich sofort fest: „Das geb’ ich mir jetzt öfter!“ Und weil es ja viel schöner ist, Gutes mit Freunden zu teilen, hab ich diese überwältigenden Eindrücke allen Menschen in meiner Umgebung geschildert. Das zeigte auch Wirkung, denn bei der heurigen Tour am 29. Juli 2007 waren bereits 8 Kollerschlager mit von der Partie: Ferdinand Stockreiter (unser super Guide „Stocki“), Stefan Pühringer, Eva Leitner, Markus Lehner, Joachim Wurm, Josef Münichshofer, Christian Martl,Kurt Höll und Norbert Rachinger.

Auf dem Programm stand wieder die Durchwanderung des "Hexenkessel" in der Nähe von Windischgarsten . Diese Tour hatten wir zwar bereits im Vorjahr absolviert, aber der Hexenkessel ist es ohne Zweifel Wert, dass man ihn öfters durchstreift. Zudem war es für 6 Mann/Frau unserer Gruppe sowieso „Neuland“. Also machten wir uns um ½ 10 an den Aufstieg. Zum Glück war es nicht mehr so schwül und heiß wie in den letzten Wochen. Leichter Regen setzte ein und erfrischte uns beim Marsch . Allerdings wurde dadurch der Waldboden etwas glitschig und man musste schon genau darauf achten, wo man hintrat. Bisweilen war der Weg ziemlich schmal und der abfallende Hang ermahnte einen, nicht zu hasten. Das „Schmähführen“ verstummte für einige Minuten und wich einem bedächtigem Schnaufen.

Nach ca. einer ¾ Stunde haben wir unser erstes Etappenziel erreicht: der Einstieg in den Hexenkessel. Erinnerungen an voriges Jahr werden wach – nur diesmal sind die Außen- und die Wassertemperatur wesentlich angenehmer als beim 1. Mal (1.10.2005). Der Regen wird stärker, aber das macht gar nichts, denn wir sind ja sowieso schon nass. Außerdem hat sich das Wasser im Neoprenanzug bereits auf Körpertemperatur aufgeheizt, sodass die Regentropfen nicht weiter stören.

Da ich ja schon ein „ routinierter Schluchtler “ bin, geh ich das Ganze sehr gemächlich an und lasse die anderen vorgehen. Aber sobald ich das Rauschen des ersten Wasserfalles höre, spüre ich, wie die Spannung in mir wächst, der Adrenalinspiegel steigt und die selben Gefühle wie beim ersten Mal kommen in mir hoch (s. h. Erlebnisbericht – Freiwillige Feuerwehr Kollerschlag).

Durch den Regen steigt der Wasserspiegel etwas an und jetzt merkt man, welche Kraft das Wasser bei einer solchen Fließgeschwindigkeit hat. Man muss aufpassen, dass einem das Wasser nicht die Beine wegzieht und man unvorbereitet gegen einen Stein stößt. Andererseits macht es aber großen Spaß , einen Teil der Flachpassagen auf dem Hintern sitzend durch das Bachbett zu rutschen.
Dadurch, dass wir diesmal 10 Leute sind und ich ja bereits etwas Routine habe, kann ich mir mehr Zeit nehmen, um die unglaubliche Schönheit der Natur zu genießen. Trotz Regens und trüben Wetters besitzt diese Schlucht einen ganz besonderen Charme. Dieses kleine Wunder der Natur flößt einem Respekt und Demut vor der Schöpfung ein. Der tosende Bach hat sich tief in den Stein eingegraben, links und rechts ragen die Felswände bis zu 50 m hoch und ich komme während der Wanderung ins Philosophieren.

Was bewegt den Menschen dazu, eine Wanderung im Flussbett eines Wildbaches zu machen???
Canyoning ist absolut „ trendy “! Es ist schon „ cool “, wenn man seinen Freunden erzählen kann, wie man 25 Meter einen Wasserfall hinunter klettert und was für ein „geiles Feeling“ das ist!

  • Für den Abenteurer ist es sicherlich eine Herausforderung, Dinge zu tun, die nicht alltäglich sind.
  • Auch der „Adrenalin-Junky“ kommt beim Canyoning voll auf seine Rechnung.
  • Der „Bürohengst“ sieht darin vielleicht den optimalen Ausgleich zu seinem Job.
  • Der Personal-Trainer wird diese Tour dem Jungmanager empfehlen, damit er an seine Grenzen geht und diese auch zu überschreiten wagt, um zu erkennen, zu welchen Leistungen er fähig ist und wie erfüllend dieses Gefühl ist, etwas geschafft zu haben.
  • Dem Naturliebhaber bleibt der Mund offen ob der Idylle des „Gesamtkunstwerkes Höllgraben“!
  • Der Theologe verweist wohl auf die wunderbare Schöpfungsphantasie Gottes.
  • Und der Philosoph sieht darin eine Metapher zum Leben: auch beim Canyoning kommt man an Stellen, wo man alleine nicht mehr weiterkommt und wo man auf die Hilfe von Freunden angewiesen ist.

Egal aus welchen Gründen auch immer man zum „ Schluchting “ kommt – das Ergebnis ist wahrscheinlich für jeden das selbe – ein unheimlich geiles und intensives Gefühl von Behaglichkeit , Erfolg , Abenteuer erleben... – schwer zu beschreiben - am besten selber einmal ausprobieren! Liebe Grüße aus Kollerschlag! Stefan

Sarah Reiter, 12 Jahre


Flying-Fox-Arena-6_20_2

Ich habe mich heuer beim Ferienkalender für die Flying-Fox-Arena am Gleinkersee angemeldet. Ich war gemeinsam mit meiner Freundin Maria dort. Ich war natürlich fürchterlich neugierig, was eine Flying-Fox-Arena sein sollte, weil ich noch nie so etwas gesehen habe. Ein Guide erklärte uns dann an Ort und Stelle, was man da macht, und zwar geht das so: Man muss einen Klettergurt anziehen, an dem eine Selbstsicherung (Karabiner) angebracht ist. Dann braucht man noch eine Seilrolle , die ebenfalls am Klettergurt befestigt ist, an der man an einem Stahlseil von einem Baum zum nächsten rutscht. An den Bäumen sind Halteseile befestigt, die man schnell festhalten muss, damit man gut auf den Holzplateaus landen kann. An den Bäumen sind ausserdem Seilschlaufen , wo man die Selbstsicherung immer einhängen muss! Los gehts immer erst, wenn man die Seilrolle am roten Stahlseil eingehängt hat und die Selbstsicherung danach aushängt.

Für mich war das ganze total cool, so ganz alleine zwischen den Bäumen hin und her zu fahren. Meiner Freundin hat es auch total gefallen, aber sie hatte am Anfang ein bisschen Schiss vor der Höhe . Das macht aber nichts, denn die Guids helfen einem und sind total geduldig! Ich freue mich schon aufs nächste Mal und das wird bald mal sein!!!

Eure Sarah

Erlebnisbericht Uschi


Lieber Harald,

Diese 2 Tage waren für mich im Erholungswert wie eine ganze Woche Urlaub. Das Wetter war traumhaft, die Landschaft einzigartig, die Gruppe war eine ganz ganz liebe und ich muss dir wirklich ein Kompliment aussprechen....DU WARST SPITZE und hast diese 2 Tage informativ und lustig gestaltet! Ich hätte nicht gedacht, dass eine Wanderung mit Erklärungen deinerseits so interessant ausfallen könnte. Und... ich finde es echt toll, dass ihr immer wieder auf mich gewartet habt, weil ich pustemäßig nicht mitgekommen bin.Bin einfach unsportlich, aber ich liebe die Natur!

VIELEN VIELEN LIEBEN DANK nochmals für diese tolle Organisation und dein Engagement, obwohl du eigentlich frei gehabt hättest. Es war mir "ein Volksfest"!!! Und "Danke" auch für die Fotos.

Für nächstes Jahr habe ich mir bereits fest vorgenommen mit meinen Töchtern bei euch vorbei zu kommen und den Hochseilgarten zu absolvieren. Wird sicher ein Spass!

Alles Gute für eure Weiterentwicklung der Geschäfte und Angebote und viele neue Kunden und alles Liebe für dich und deine kleine Familie!

Liebe Grüße Uschi 03/10/2007


Damenmannschaft Kirchdorf holt sich Kick in der Flying-Fox-Arena!


Am 21. Juli trat die Damen-Fußballmannschaft Kirchdorf geschlossen an – doch nicht etwa zu einem Fußballspiel, sondern zum Teamtraining mit der pyhrnPriel-erlebnisagentur .

Vom Treffpunkt am Gleinkersee in Windischgarsten starteten die jungen Damen bei morgendlicher Hitze mit Guide „Stocki“ zu einer Schluchtingtour , wo sie die Abkühlung in den Wasserfällen genießen und ihren Sportgeist unter Beweis stellen konnten.
Am Nachmittag erwartete die Kickerinnen eine besondere Aufgabe: Teamarbeit beim Bezwingen der Riesenleitern und beim Kistenklettern im Hochseilgarten am Gleinkersee . Ein besonderes Highlight stellte natürlich die Flying-Fox-Arena dar.


Angeregt wurde dieses Teamtraining der besonderen Art von Coach Gösweiner Franz . „Mir ist es wichtig,“ so Gösweiner, „dass sich meine Mädels sportlich fit halten und das auf lustige und spannende Weise! Andererseits wirken sich solche Aktivitäten sehr positiv auf die Teamfähigkeit meiner Schützlinge aus!“

Doch am meisten, und da sind sich das Fußballteam und Harald Jansenberger, Leiter der pyhrnPriel-erlebnisagentur, einig, „zählt der Spaß bei einem gemeinsamen Erlebnis!“



>>> Bilder der Fussball-Hasen beim Schluchting


>>> Video der Kickerinnen in luftiger Höhe

34 Junge Wirtschafter

bei einer Schluchtingtour in der Pyhrn-Priel-Region :



Junge Wirtschafttrendige Sportartdynamische Agentur : 34 Unternehmer und Unternehmerinnen der Jungen Wirtschaft Kirchdorf waren mit voller Begeisterung beim „Schluchting“ mit der pyhrnPriel-erlebnisagentur dabei! „So ein Junge-Wirtschaft-Action-Day trägt wiederum zum Ziel der Jungen Wirtschaft bei, sich bei Veranstaltungen der anderen Art kennen zu lernen, neue Geschäftskontakte aufzubauen und neue Kooperationen einzugehen“, so die Bezirksvorsitzende Brigitta Schickmaier die sich selber waghalsig in die Schluchten wagte. Vom Kirchenwirt in Windischgarsten startete die Tour in einer der schönsten Schluchten Oberösterreichs . „Schluchting als verenglischter Begriff bedeutet, eine Wasser führende Schlucht durch Abseilen, Springen (Springen ist kein Muss) und Schwimmen zu bezwingen und dadurch die nicht alltägliche Möglichkeit zu erhalten, Schönheiten unserer Natur in einer völlig neuen Art und Weise zu erleben“, erklärt Harald Jansenberger — selber JW-Ortsansprechpartner und gleichzeitig der Initiator der pyhrnPriel-erlebnisagentur . „Kleine Wasserfälle werden zu Rutschbahnen, Felsbecken zu Whirlpools und Felsvorsprünge zu Sprungbrettern. Spaß, Natur und körperliches Erleben werden auf spannende und lustige Weise miteinander vereint“, so der Jungunternehmer weiter.

Wiederrum eine gelungene abwechslungsreiche Veranstaltung der Jungen Wirtschaft Kirchdorf . Wollen Sie selber mehr Informationen über die Jungen Wirtschaft haben, dann freut sich Mario Pramberger bei der Wirtschaftskammer Kirchdorf unter 05-90909-5403 auf Ihren Anruf.

Wenn sie jetzt auf dieses Außergewöhnliche Natur-Action-Erlebnis Lust bekommen haben, dann können sie sich jederzeit bei der pyhrnPriel-erlebnisagentur für eine geführte Tour an Wochenenden oder den Fixterminen jeden Donnerstag von 9.00 — 15.00 Uhr anmelden. Für Gruppen von min. 4 Personen werden jederzeit Führungen durchgeführt!

 

Vom Büroalltag in eine Wildwasserschlucht

Erlebnisbericht von Sandra Hummelberger, ventigo Redaktion
Fotos: Robert Humpl


Ob ich beim Canyoning der pyhrnPriel-erlebnisagentur dabei sein möchte, um darüber einen Bericht zu schreiben, wurde ich gefragt. Ich bin eigentlich nicht einmal schwindelfrei, hab’ noch nie etwas mit Klettern oder Abseilen zu tun gehabt, sitze aus beruflichen Gründen den ganzen Tag vor dem Computer, von besonderer Fitness kann also keine Rede sein: geradezu fantastische Vorraussetzungen für so eine Aktion also, hab’ ich mir gedacht. Ganz abgesehen davon hat mir die Vorstellung von steilen, nassen, rutschigen Felswänden buchstäblich kalte Schauer über den Rücken gejagt.

Die Angst besiegen
Ich bin dennoch mitgegangen und der Grund dafür war, weil ich mich über meine eigene Angst so geärgert habe, dass ich schließlich beschlossen habe, sie zu besiegen. Mitzubringen waren Badeanzug oder Badehose, Bergschuhe , Socken, ein Handtuch, ein zweites Paar Socken sowie ein zweites Paar Schuhe. Beim Treffpunkt hat sich jeder mit Namen und Händeschütteln vorgestellt und es wurden Fahrgemeinschaften gebildet mit dem Ziel „ Höllgraben “ in der Rosenau am Hengstpaß . Beim Fußweg zur Einstiegstelle angekommen sollte das Abenteuer beginnen. Eine Auswahl an Neoprenanzügen in den verschiedensten Farben wurden aus den Kofferräumen geholt und vorab gleich einmal anprobiert. Helme, Sitzgurte, die Selbstsicherungsschlinge sowie Karabiner wurden ausgeteilt.

von rechts nach links: Ernst Lichtenwöhrer, Wolfgang Löger, Helmut Zörrer, André Hoser, Herbert Mayr, Harald Jansenberger , Karin Zeiner, Daniel Seebacher, Sandra Hummelberger, Roland Popp und Christoph Hüthmair (das Bild läßt sich durch Anklicken vergrößern)

Wir werden uns also mit unserem Guide auf den Weg bergab durch den „ Höllgraben “ machen, während unser Fotograf Robert Humpl von Harald Jansenberger die Stellen gezeigt bekommt, von wo aus er am besten fotografieren kann. Wie sich später herausstellen sollte, sind diese Stellen ohne gewagte Abseilaktionen von der Seite in die Schlucht gar nicht zugänglich, sodass ich hier herausheben möchte, dass der Mut und Einsatz des Fotografen, dem wir die nachfolgenden traumhaften Bilder verdanken, nicht zu unterschätzen ist.

Es geht los!
Nach einem steilen Abstieg durch den Wald wird schließlich das Bachbett erreicht und die mitgebrachte Ausrüstung angelegt. Hier erfolgen auch die letzten Anweisungen und Erklärungen unseres Guides. Wer bis jetzt noch keine „kalten Füße“ bekommen hat, der bekommt sie spätesten an dieser Stelle, denn ab sofort geht die „ Wanderung “ im fließenden Wasser weiter, bei angeblich 6° Wassertemperatur. Erstaunlicherweise fühlt sich das Wasser jedoch mit Socken und Bergschuhen gar nicht so kalt an und auch für das erste Bad in einem Felsbecken ist wegen dem Neoprenanzug keine großartige Überwindung notwendig.



Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!

Von nun an geht es stetig bergab, aber nicht sehr steil — bis zum ersten Wasserfall . Helmut und André haben auch keine Erfahrung mit dem Abseilen , zögern aber nicht lange und sind schnell unten. Jetzt komme ich dran und hätte es schon so gerne hinter mir, aber dieser Moment zieht sich endlos in die Länge. Unser Guide erklärt jetzt nämlich in aller Ruhe, wie die seitlichen Haken im Fels befestigt sind, zeigt uns welche Arten von Knoten es gibt, weshalb das Seil beim Canyoning andere Eigenschaften haben soll als beim Klettern und kommt erst dann zu den konkreten Verhaltensanweisungen für mich: „Weit Zurücklehnen, die Füße müssen einen rechten Winkel zur senkrechten Felswand bilden!“ Ich versuche, mir das ständig vorzusagen, denn mein Instinkt rät mir etwas anderes, nämlich erstens: „Nein, da kannst du nicht hinunter!“ und zweitens: „Wenn du da schon hinunter musst, dann, um Himmels Willen, klammere dich an wo du nur kannst!“

Tatsächlich ist es eine große Überwindung für mich, über die obere Wasserfallkante zu gehen und mich dabei auch noch weit zurückzulehnen. Der Halt des Seiles ist aber sofort spürbar und das Gefühl, mitten im Wasserfall zu stehen, kann ich jetzt unglaublich lange auskosten, denn unser Fotograf ist noch nicht soweit und ich werde deshalb nicht weiter hinuntergelassen. Da hänge ich also unter einer kalten Dusche , der Atem geht auf jeden Fall schneller, auch aufgrund des kalten Wassers. Dieses Erlebnis der Naturelemente Wasser und Fels hat schon eine seltsame Intensität . Nach dem ersten Wasserfall sehe ich in die strahlenden Gesichter von denjenigen, die so etwas auch zum ersten Mal gemacht haben und mir wird bewusst, diese erste größere Hürde überwunden zu haben, ist tatsächlich ein extrem gutes Gefühl .
















Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!

Insgesamt waren es 6 Wasserfälle
Die wildromantische Schönheit der Felsenschlucht mit ihren Engen, Felsbecken und Wasserfällen konnte ich nur am Rande wahrnehmen, so beschäftigt war ich mit der Aufgabe, in dieser Schlucht nach unten zu gelangen. Insgesamt waren es sechs Wasserfälle , die wir gemeinsam bezwungen haben, wobei der zweite und der letzte für mich wieder eine besondere Herausforderung waren.
Der zweite war etwa 10 Meter hoch und dadurch, dass rundherum seitlich ebenfalls steile Felswände aufragten, vermittelte er beinahe den Eindruck eines tiefen, dunklen Brunnenschachtes. Das letzte Stück konnte man sich mit Hilfe eines speziellen Knotens , den man am Ende löst, selbst abseilen oder aber in das darunter liegende tiefere Felsbecken springen. Mit dem Auftrieb des Neoprenanzuges ist dann das Schwimmen zum Ufer eine Kleinigkeit.
Der letzte Wasserfall fiel zunächst auch steil ab, endete jedoch nicht in einem Felsbecken , sondern wurde langsam etwas flacher und es breitete sich eine wunderschön weite, felsige Flusslandschaft aus, die man angeseilt hinunterrutschen konnte. Während ich von oben hinunter sah, irritierte mich allerdings vor allem, dass die Leute, die bereits unten waren, so klein erschienen. Es war bis zum Schluss jedes Mal wieder eine Herausforderung , über die besagte Felskante zu gehen und von unten kamen mir die Wasserfälle immer viel freundlicher vor als von oben.

Das Gefühl danach
Im Nachhinein muss ich aber zugeben, dass das Abseilen wahrscheinlich die wenigsten Gefahren birgt, denn da wird vom Guide ohnehin besonders auf Sicherheit geachtet. Wichtig ist hier einfach nur das Vertrauen in den Guide und in das Material, dass die Anweisungen beachtet werden und man in der Lage ist, die eigene Unsicherheit zu überwinden. Es spielt sich eigentlich alles im Kopf ab, denn es ist kein Können, kein Vorwissen und nicht einmal eine besonders gute Kondition notwendig, um das erste Mal Canyoning zu gehen. Die einzige wichtige Vorraussetzung ist eine gewisse Trittsicherheit, denn natürlich ist eine Wasser führende Schlucht generell unebenes und teilweise rutschiges Gelände. Diejenigen, die nicht besonders trainiert sind, werden am nächsten Tag, so wie ich, durch das bedachte Bergabgehen, ihre Oberschenkelmuskeln spüren.
Mit Sicherheit wird aber jedermann und vor allem auch jede Frau nach der erstmaligen „ Bezwingung eines Canyon “ durch Abseilen, Springen und Schwimmen , mit einem gewissen Stolz an dieses besondere Naturerlebnis zurückdenken.

Neue Spezialeinheit der FF Kollerschlag

oder "nur" ein gewaltiges Naturerlebnis?



War's ein Trainingslager der Spezialeinheit für Katastropheneinsätze der FF Kollerschlag oder lediglich ein gewaltiges Naturerlebnis für 3 Florianijünger? Es war zweiteres. 3 Kameraden der FF Kollerschlag (Norbert Rachinger, Andreas Lehner und Stefan Pühringer) sind am Samstag 1.Okt.06 aufgebrochen um den " Höllgraben " in Rosenau am Hengstpass zu durchwandern. Nachdem wir uns in Windischgarsten mit Markus Gösweiner (einem Gönner der FF und der Union Kollerschlag - Firma "client4u" ) und unserem Canyoning-Guide getroffen hatten, ging's mit dem Auto weiter nach Rosenau am Hengstpass.

 

Bei strahlendem Sonnenschein,

einer Außentemperatur von 5°C und bekleidet mit T-Shirt, Badehose und Wanderschuhen machten wir uns an den Aufstieg. Die Ausrüstung, Seile, Karabiner, Sitzgurte, Selbstsicherungsschlingen, Helme und Neoprenanzüge hatten wir untereinander aufgeteilt. Der ca. 500 Höhenmeter lange Anstieg ließ uns schnell die "frischen" Temperaturen vergessen. Nach einer 3/4 Stunde Gehzeit stiegen wir in das malerische Tal des " Höllgaben " ein. Was uns in den nächsten 2 1/2 Stunden erwartete war ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art.

 

Beim Anziehen der Neoprenanzüge

im 7°C kaltem Wasser stockt einem schon mal kurz der Atem, aber schon nach ein paar Sekunden empfindet man ein wohliges Wärmegefühl . Die ersten Schritte auf den glitschigen Steinen sollte man etwas vorsichtig setzen. Aber man gewöhnt sich schnell an das rutschige Terrain. Die Schlucht wird immer enger und die steilen Felswände ragen immer höher empor. Das zunehmende rauschen des Wasser lässt erahnen, dass wir uns einem Wasserfall nähern. Minuten später stehen wir auch schon davor und wagen einen kurzen Blick in die Tiefe (ca. 6-7 m). Der Führer weist uns an, die Selbstsicherungskarabiner in den Hacken, welche in den Felswänden befestigt sind, einzuhängen. Er bereitet inzwischen das Abseilen vor - und nun kommt der Augenblick, den ich niemals vergessen werde: ich klinke mich im Seil ein und versuche den ruhigen Anweisungen des Guides zu folgen: "halte dich mit beiden Händen am Seil fest, lass die Beine durchgestreckt, lass deinen Oberkörper soweit zurück, dass du mit der Felswand und deinem Körper einen rechten Winkel bildest..." leichter gesagt als getan. Automatisch winkle ich die Knie an und versuche mich mit den Händen am Fels festzuhalten - aber so funktioniert das eben nicht. Nach einigen Sekunden überwinde ich mich doch, meinen Oberkörper zurückfallen zu lassen und mich rückwärts zu Tale zu bewegen. Das Gefühl beim ersten mal ist unbeschreiblich, das Adrenalin versetzt dich in eine Art Trance, und dennoch erlebst du irrsinnig intensiv, wie das Wasser im Fall auf dein Gesicht niederprasselt. Wenn dann der Führer das Seil 1-2 m vor erreichen des Bodens loslässt und du in das tief ausgeschwemmte Becken des Wasserfalls stürzt stockt dir nochmals kurz der Atem. Nach ein paar Schwimmtempi hast du wieder festen Boden unter den Füßen, du löst den Knoten der Sicherungsleine , siehst den Wasserfall hinauf, über dein Gesicht breitet sich ein breites Strahlen aus und du bist momentan richtig sprachlos über das gerade erlebte.

In der Folge wechseln sich Flachpassagen

und Wasserfälle (insgesamt 7 – bis zu gut und gerne 25 m Höhe) ab. Trotz der Konzentration , dass man nicht ausrutscht, sollte man hin und wieder inne halten (Gelegenheit dazu hat man), und die wild-romantische Schönheit der Schlucht genießen.

Wenn man seinen Blick zurück richtet,

die senkrecht nach oben ragenden Felswände betrachtet und 80 Meter weiter oben die Sonnenstrahlen durch die im Herbst gold-gelb-braun-rot schimmernden Laubbäume sieht entsteht ein Gefühl der Ruhe, Behaglichkeit und Wärme. Für jemanden, der das nicht selbst erlebt hat, wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen.

Wer nun glaubt, dieser Trip sei nur etwas für Lebensmüde, Extremsportler oder Geisteskranke der irrt gewaltig. Auch für „Schreibtischtäter“ und „kleine Hosenscheisser“ wie ich, ist diese Tour durchaus geeignet. Man benötigt keine besonders gute Kondition oder sportliches Können um dieses wunderbare Gefühl des " Geschaft-Habens" genießen zu können. Es bedarf nur ein klein wenig Überwindung und Vertrauen in den Guide und in das Material. Der Lohn dafür sind bleibende Eindrücke der gewaltigen Schönheit der Natur in unserer Heimat.

 

Viel Spass wünscht euch Stefan

übrigens: unsere Gemeindehomepage findet ihr unter: www.kollerschlag.at

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